No-Deal-Brexit doch noch möglich?

Puzzleteile EU und GB passen nicht zusammen

No-Deal-Brexit doch noch möglich?

Sie verhalten sich wie die kleinen Kinder, allen voran Boris Johnson. Vielleicht helfen ihm ja dann auch Kleinkinder-Methoden weiter. Ich habe da einen - nicht ganz ernst gemeinten Rat - für Boris Johnson:

Deine letzte Chance, Boris!

Wenn ich wirklich wüßte, wie er den No-Deal-Brexit noch bekommen könnte - ich würde es auf keinen Fall verraten! Der ungeordnete Brexit ist für alle Beteiligten eine schwere, unwägbare Belastung; für manche vielleicht sogar eine Katastrophe. Aber wie heißt es so schön: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Also schauen wir uns die mögliche Lösung an:

So könnt's vielleicht klappen!

Nicht ernst gemeinter Vorschlag an Boris Johnson: Luft anhalten, bis der No-Deal-Brexit kommtWarum wir das Problem überhaupt haben

23. Januar 2013

Aus parteipolitischem Kalkül ruft David Cameron ein Referendum aus: Das Verhältnis zur EU soll neu verhandelt werden und die Bevölkerung über den Verbleib in der EU abstimmen. Er ist sich sicher, dass es nicht zum Austritt kommen wird.

23. Januar 2013 - 23. Juni 2016

Niemand geht davon aus, dass es zum Austritt kommt und folglich bereitet sich auch niemand darauf vor. Es ist Wahlkampf und es wird die Saat für die spätere Ernte gelegt. Vier wichtige Gründe führen m.E. zu dem fatalen Ergebnis:

  1. Die Bevölkerung wird im Unklaren darüber gelassen, welche Vorteile ihnen die EU gebracht hat. Das führt dazu, dass selbst in Gebieten, die nur auf Grund der EU-Zuschüsse den Strukturwandel schafften, die Menschen später für den Austritt stimmen. Die lokalen Politiker hatten ihnen die Erfolge als ihre eigenen verkauft!
  2. Die Bevölkerung wird darüber belogen, welche Kosten die Eu für Großbritannien verursacht. Boris Johnson tourt mit seinem Bus durch die Lande und erzählt den Menschen, er würde die 350 Millionen, die wöchentlich an die EU bezahlt werden, lieber in das nationale Gesundheitssystem stecken.
  3. Der Bevölkerung wird vorgelogen, der Brexit würde Großbritannien nur Vorteile bringen. Großbritannien ginge es nach dem Austritt besser als zuvor.
  4. Kaum jemand rechnet mit dem Austritt und deshalb bleiben viele der Abstimmung fern. Vor allen Dingen die jungen Menschen in den Städten, die überwiegend für einen Verbleib in der EU sind.

23. Juni 2016

Ein böses Erwachen am Morgen nach dem Referendum. Mit 51,9% haben die Briten für den Austritt aus der EU gestimmt.

24. Juni 2016

David Cameron verlässt das sinkende Schiff EU-Mitgliedschaft und tritt zurück.

13. Juli 2016

Theresa May wird neue Premierministerin. Aber noch immer hat in Großbritannien niemand eine Vorstellung darüber, wie der Austritt aus der EU vor sich gehen soll.

29. März 2017

Das Kündigungsschreiben geht bei der EU ein. Damit steht der 29. März 2019 als Austrittstermin fest - dachte man.

18. Mai 2017 - 24. Juli 2019

Das Chaos der "Ära May" nimmt seinen Lauf. Verlorene Neuwahlen, Austrittsvertrag, verlorene Abstimmungen, Terminaufschub, erneuter Terminaufschub - irgendwann ist es genug. Theresa May tritt zurück und Boris Johnson wird Premierminister.

seit 24. Juli 2014

Boris Johnson versucht mit allen möglichen Tricks, zu seinem "No-Deal-Brexit" zu kommen. Er scheitert, weil das Parlament eine Gesetz verabschiedet, das einen No-Deal-Brexit verbietet.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Mir persönlich bleibt jetzt nur noch die Hoffnung, dass Boris Johnson den hier angeboten letzten Strohhalm nutzt und versucht, den No-Deal-Brexit auf diese Weise zu erreichen. Er muss ja nicht ersticken - es reicht, wenn er sich daran verschluckt!

PS. Die ausführliche Chronologie, auf die ich mich hier teilweise bezogen habe, findet sich im Handelsblatt.

 

 

Veröffentlicht in Amüsantes, Interessantes, Frappantes.

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